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Stadt Hallstadt im Landkreis Bamberg  |  E-Mail: stadt@hallstadt.de  |  Online: http://www.hallstadt.de

„Hallstadt im neuen Licht“ war ein voller Erfolg

Die Lichtinszenierung „Hallstadt im neuen Licht“ begeisterte zehn Tage lang Einheimische und Besucher. Die harte, nächtliche Arbeit der Studentinnen und ihres Dozenten Dipl. Ing. Micheal Müller (Hochschule Coburg) hat sich gelohnt. Nicht nur der Marktplatz, sondern auch die Bach- und die Fischergasse erstrahlten in einem neuen Licht. Beim gemütlichen Verweilen und Schlendern entdeckte man immer wieder hübsche neue Details. Im Alltag übersieht man diese oft oder würdigt sie nicht. Das änderte sich während der Lichtinszenierung.

 

Wunsch Licht einzubeziehen

So wurde etwa in einem der Workshops zur Bürgerbeteiligung an der Umgestaltung „Marktplatz, Lichtenfelser Straße“ der Wunsch laut, Teile der temporären Lichtinszenierung in die dauerhafte Neugestaltung der genannten Bereiche zu integrieren. Ohnehin rückten in den Workshops „Barrierefreie Mitte Hallstadt“ und „Eigentümer und Gewerbetreibende“ immer wieder die gleichen Punkte in den Focus, die dann knapp 200 Leute in der ersten großen Bürgerbeteiligung bestätigten.

 

Noch keine fertigen Pläne

„Wir wollen Ihnen die Ängste vor der Neugestaltung des Marktplatzes und der Lichtenfelser Straße nehmen. Es ist uns sehr wichtig, Sie von Anfang an mit in unsere Planungen zu integrieren. Unser Ziel ist es, ein Ergebnis zu erreichen, das für alle besser wird“, erklärte Bürgermeister Thomas Söder und verwies im Weiteren darauf, dass noch keine fertigen Pläne in der Schublade liegen. Kompromisse müssten zwangsläufig eingegangen werden.

 

Die zentrale Fragen

Um möglichst alle Interessierten mit einzubinden, entwickelte das beauftragte Architekturbüro RSP (Bayreuth) gemeinsam mit der Stadt und der CIMA einen Fragebogen. Dieser war in drei Themeninseln (Nutzung und Funktion, Gestaltungselemente und Verkehr) gegliedert. Jeder Bereich hatte seine eigene Stellwand. Dort konnten die Bürger mittels Klebepunkte ihre Wertung abgeben. Das Ergebnis war meist eindeutig.

 

Die Wünsche

Die Bürger wünschen sich einen verkehrsberuhigten, barrierefreien Marktplatz mit vielen PKW-Stellplätzen. Die Aufenthaltsqualität soll durch Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie Gastronomie im Außenbereich deutlich verbessert werden. Zusätzlich soll der Marktplatz auch als Veranstaltungsfläche dienen. Spielbereiche haben eine untergeordnete Rolle. Als gestalterische Elemente wünschen sich die Befragten Grünflächen und Bäume. Wie bereits angesprochen soll ein Beleuchtungskonzept integriert werden. Wasserelemente, ein Brunnen oder Kunst und Skulpturen waren für die Befragten nicht so wichtig. Während sich die eine Gruppe von Bürgern dafür aussprach, interessierte es die andere überhaupt nicht.
Bei der Lichtenfelser Straße verhält es sich ähnlich. Das wichtigste Thema hier: Der Schwerlastverkehr soll – soweit möglich – nicht mehr durch die Lichtenfelser Straße fahren. Die Betriebe sollen natürlich weiterhin gut erreichbar sein. Für die Gewerbetreibenden sind auch hier die PKW-Stellplätze notwendig – allerdings genügen einigen auch Kurzparkzonen.

Der Geltungsbereich
„Wir haben vier Abschnitte im Geltungsbereich festgelegt. Jeder Bereich hat einen anderen historischen Hintergrund und seine eigene Ausprägung. Daraus ergeben sich für uns unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten und -anforderungen“, berichtet Joachim Schmitz-Klopf von RSP. Doch nicht nur der Stadtboden, sondern auch die Fassaden der umliegenden Gebäude könnten sich ändern. Hierfür stehen verschiedene Fördertöpfe bereit. „Fassaden sind mit bis zu 30 Prozent förderfähig, Tore sogar mit bis zu 50 Prozent“, erklärt der Architekt weiter. Das könne auch für die denkmalgeschützen Häuser im Bereich des Marktplatzes interessant sein. Bedeutende Fragen sind in diesem Zusammenhang: Macht eine Niveauangleichung Sinn? Wie kann man die Würde des Marktplatzes wieder herstellen?

Zeitplan

Diese Abschnitte im Geltungsbereich sind jedoch keinesfalls mit eventuellen Bauabschnitten gleichzusetzen. „Sie haben die Wahl: Entweder entscheiden Sie sich für eine kurze, heftige Bauphase oder aber für eine langsame, verträgliche“, stellte Roland Wölfel (CIMA) fest. Beide Varianten hätten ihre Vor- und Nachteile. Doch bis es soweit ist, stehen erst noch jede Menge anderer Schritte an. So stimmt sich die Stadt mit dem Fördermittelgeber (Regierung von Oberfranken) ab und konnte bereits erste Zusagen erreichen; parallel wird ein Verkehrsgutachten erstellt, das selbstverständlich bei der Planung berücksichtigt wird – genauso wie die Ergebnisse der Workshops und der Bürgerbeteiligung. Dann wird der Stadtrat Vorgaben für die ersten Entwürfe machen, diese diskutieren und in der Folge erneut mit den Bürgern besprechen.

Begeisterung erhalten

Und dann sind wieder alle gefragt, sich weiterhin so engagiert mit ins Geschehen einzubringen. Die Begeisterung, die bei der Lichtinszenierung „Hallstadt im neuen Licht“ ihren Anfang nahm, darf weiterleben. Vielleicht erinnert sich manch einer an den magischen Moment, als er nach den Grußworten von Staatsministerin Melanie Huml (Oberfranken offensiv), Pfarrer Uttenreuther und Rainer Kober (Coburger Designforum Oberfranken) aus der Kirche trat und erstmal die Illumination sah. Oder an eine der vielfältigen Veranstaltungen, die die Hallstadter Vereine hervorragend auf die Beine stellten. Jeder Abend hatte seinen eigenen Charme. Besonderen Zulauf fand jedoch ein Mann: Hans Hagel. Mit seinem kurzweiligen, amüsanten Vortrag „Das alte Hallstadt“ zog er so viele Leute an, dass man von der Bücherei kurzerhand in das katholische Pfarr- und Jugendheim umziehen musste – und auch das war bis auf den letzten Platz gefüllt.


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