Sechs Stadträte verlassen das Gremium
Im Rahmen der Stadtratssitzung vom 22. April 2026 verabschiedeten Bürgermeister Thomas Söder und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Wich insgesamt sechs Stadträtinnen und Stadträte, die mit Beginn der kommenden Legislaturperiode aus dem Gremium ausscheiden.
Heiko Nitsche (SPD) beendet nach 24 Jahren seine Tätigkeit im Stadtrat, Dr. Hans Partheimüller (CSU) war 18 Jahre lang Mitglied des Gremiums. Herbert Diller (BBL/FW) brachte sich seit 2014 ein, Verena Luche, Thomas Aßländer und Ute Sommer (alle B90/Grüne) gehörten dem Stadtrat jeweils eine Wahlperiode an.
Als Zeichen der Anerkennung für ihr Engagement erhielten alle ausscheidenden Stadträtinnen und Stadträte ein Präsent. „Herzlichen Dank für Ihren großartigen Einsatz für die Stadt Hallstadt. Bitte behalten Sie das Stadtgeschehen weiterhin im Blick“, sagte Thomas Söder im Zuge der Verabschiedung.
v.l.n.r.: Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Wich, Herbert Diller, Verena Luche, Ute Sommer, Heiko Nitsche, Dr. Hans Partheimüller, Erster Bürgermeister Thomas Söder. Es fehlt Thomas Aßländer.
Hallstadt als Vorreiter der kommunalen Wärmeplanung
Noch zuvor fasste das Gremium einige wegweisende Beschlüsse. So befasste sich der Stadtrat unter anderem mit der kommunalen Wärmeplanung für Hallstadt, die 2024 gemeinsam mit dem Institut für Energietechnik (IfE) gestartet wurde. Ziel ist es, Perspektiven für eine zukünftige Wärmeversorgung aufzuzeigen und diese umzusetzen.
Nach den gesetzlichen Vorgaben soll dieser bis Juli 2028 abgeschlossen sein, die Stadt Hallstadt erfüllt damit schon frühzeitig die gesetzlichen Vorgaben. Der Wärmeplan wurde einstimmig angenommen und wird nun veröffentlicht. Planungen zur Umsetzung erster Maßnahmen werden schon bald in Angriff genommen.
Sanierungsgebiet Dörfleins ist ausgewiesen
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung lag auf dem Ortsteil Dörfleins. Nach Abschluss der vorbereitenden Untersuchungen und der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie insgesamt 37 Fachstellen hat der Stadtrat die Ergebnisse gebilligt. Zudem wurde die Satzung zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets Dörfleins beschlossen. Damit schafft der Stadtrat die rechtlichen Voraussetzungen, um städtebauliche Missstände gezielt anzugehen und die Ortsmitte langfristig aufzuwerten.
Umgestaltung beschlossen und Bauvorhaben genehmigt
Für den Bereich des künftigen Dr. Pfleger Campus an der Emil-Kemmer-Straße beschloss der Stadtrat eine grundsätzliche Umgestaltung der angrenzenden Verkehrswege. Vorgesehen sind unter anderem eine Bushaltebucht, verbesserte Gehwege, eine Querungshilfe, zusätzliche Bushaltestellen sowie Anpassungen beim Geh- und Radweg. Die Verwaltung wurde beauftragt, detaillierte Planungsschritte einzuleiten.
Zugestimmt wurde außerdem einem privaten Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Bereich des Bebauungsplans „Nr. 25, Vesperbild“. Die erforderlichen Befreiungen und Abweichungen wurden als städtebaulich vertretbar angesehen, das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.