Zimmer frei im Caritas-Seniorenzentrum St. Kilian Hallstadt

Es kehrt wieder Leben ein im zweiten Stock des Caritas-Seniorenzentrums St. Kilian. Pflegekräfte eilen über den Flur, aus dem Gemeinschaftsraum sind Gespräche zu hören, ein Lachen dringt aus einem der Zimmer. Eine Bewohnerin schiebt resolut ihren Rollator zum Aufzug, sie will ihren Biomüll wegbringen. „Wir freuen uns, dass hier endlich wieder etwas los ist“, sagt Einrichtungsleiter Dr. Benjamin Schmidt, der das Heim mitten in Hallstadt seit rund einem halben Jahr führt.

Monatelang war der Wohnbereich im zweiten Stock mit nur drei belegten Zimmern wie verwaist. Das Seniorenzentrum hatte im letzten Sommer mit gravierendem Personalmangel zu kämpfen, wodurch Bewohnerinnen und Bewohner in andere Einrichtungen umziehen mussten. Das ist jetzt vorbei: Durch Einbindung der Einrichtung in die Caritas gGmbH, die bereits 16 Pflegeeinrichtungen im Erzbistum Bamberg betreibt, konnten neue Pflegekräfte gewonnen und Strukturen angepasst werden. Nach und nach ziehen seit Mai weitere Bewohnerinnen und Bewohner in das Seniorenzentrum ein und erwecken es zu neuem Leben.

Es tut sich also einiges in Hallstadt, nicht nur bei der Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner, die bis Herbst auf 52 wachsen soll. Schmidt will die Einrichtung Schritt für Schritt modernisieren und mit einer effizienten und bedürfnisorientierten Pflegeorganisation eine hohe Qualität sicherstellen. Auch Modernisierungen an und im Haus stehen auf der Aufgabenliste für die nächsten Monate. Zudem wird eine Schwesternklausur für die Einrichtung gegründet. Mehrere indische Schwestern aus dem Orden „Kongregation der Assisi Schwestern von Maria Immaculata“, die nach der Renovierung in ein bisher leerstehendes Wohnhaus in der Nachbarschaft einziehen wollen, werden die Bewohnerinnen und Bewohner ab Mitte des Jahres liebevoll begleiten. „Damit wird der ohnehin schon gute Kontakt zur Kirchengemeinde noch intensiver“, erwartet Schmidt. Schon jetzt haben die Bewohnerinnen und Bewohner, die Gäste der benachbarten Tagespflege und Externe die Möglichkeit, freitags an oftmals musikalischen Gottesdiensten in der hauseigenen Kapelle beizuwohnen. Nicht nur zur Kirchengemeinde besteht ein guter Draht, auch zur Stadt. Diese will das Seniorenzentrum weiterhin „nach Kräften“ unterstützen, sagt Bürgermeister Thomas Söder, der sich bei einem Besuch Anfang Mai von den neuen Strukturen überzeugt hat. „Das Heim kehrt jetzt wieder zur alten Stärke zurück und ist für unsere Bürgerinnen und Bürger ein guter Ort für die Pflege im Alter.“

Das Seniorenzentrum St. Kilian bietet mit der stationären Langzeitpflege einen wichtigen Baustein für die Versorgung der älteren Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Es bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern einiges: Kirche, Apotheke, Arztpraxen, Post, Bank und alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten sind in der unmittelbaren Nachbarschaft. Direkt vor dem Haus befindet sich eine Bushaltestelle, die eine bequeme Anbindung nach Bamberg bietet. Beide Wohnbereiche der Einrichtung verfügen über einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit Balkon und Blick auf den weitläufigen Garten mit Springbrunnen, der als Treffpunkt und Rückzugsort genutzt werden kann. Im hauseigenen Café werden zwei Mal wöchentlich für alle Besucherinnen und Besucher Kuchen und Torten angeboten.

Das Seniorenzentrum St. Kilian mit seinen 65 Plätzen ist für seine familiäre Atmosphäre in Hallstadt und darüber hinaus bekannt. „Alle ziehen an einem Strang und setzen sich für das Haus ein“, sagt Schmidt. Damit meint er vor allem seine Mitarbeitenden – von Pflegekräften über Verwaltungs- und Hauswirtschaftsangestellten bis hin zu Mitarbeitenden in der Haustechnik. Aber auch Angehörige und Bewohnerinnen und Bewohner tragen zur guten Atmosphäre bei. „Sie sind sehr dankbar, dass wir das Haus wieder auf die Beine stellen. Das merkt man am großen Engagement für die Einrichtung und dem guten Miteinander“, betont Schmidt.

Schmidt freut sich auf weitere neue Bewohnerinnen und Bewohner. Wer Interesse an einem Pflegeplatz im Seniorenzentrum St. Kilian hat, darf sich gerne melden und Teil der familiären Einrichtung werden. Auch Pflegekräfte, die sich in einer modernen Einrichtung mit aussichtsreichen Karrierechancen einbringen wollen, dürfen sich gerne melden.

Foto: Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde