Die Stadtratssitzung vom 29. Juli 2026

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Hallstadter Stadtrat am Mittwoch mit seinem Haushalt für das Jahr 2026 befasst und diesen einstimmig beschlossen. Ferner standen Beschlüsse zum Klima- und Hitzeschutz, zur Seniorenarbeit, zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Schuldach sowie zur Fortführung der interkommunalen Zusammenarbeit im Zuge der Arbeitsgemeinschaft B²H² auf der Tagesordnung.

Solide Finanzbasis schafft Spielraum für Investitionen

Mit einem Verwaltungshaushalt von rund 26,2 Millionen Euro, einem Vermögenshaushalt von rund 10,4 Millionen Euro sowie laufenden Mitteln, Rücklagen und Wertpapieranlagen von rund 26,8 Millionen Euro bleibt Hallstadt finanziell hervorragend aufgestellt. Damit kann die Stadt auch 2026 wichtige Zukunftsprojekte aus eigener Kraft umsetzen.

Zu den größten Investitionen zählen der Neubau der Dreifachturnhalle am Dr.-Robert-Pfleger-Campus sowie die weitere Sanierung der Gebäude Fischergasse 4 und 6 für das künftige Paul Maar-Museum, von denen allerdings etwa 80 Prozent durch Fördermittel gedeckt werden.

Unter anderem sind 7,2 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, eine Kreisumlage von rund 6,88 Millionen Euro, 200.000 Euro für die Brücke am Sportplatz, 50.000 Euro für die Planung der Abwasserleitung an der Mainbrücke, 30.000 Euro für den Bebauungsplan der Feuerwehr Dörfleins sowie jeweils 20.000 Euro für eine Obdachlosenunterkunft und ein Löschbecken am Kreuzberg eingeplant.

Zudem verlängerte der Stadtrat die Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, Lastenräder sowie zur Wiederbelebung der Altortbereiche bis Ende 2026 und stellte hierfür 100.000 Euro zusätzlich bereit. Auch die Vereinsförderung bleibt mit einem Fördersatz von 20 Prozent der Anschaffungskosten bestehen. Somit können alle freiwilligen Leistungen weiterhin gewährt werden.

Investitionen in Klimaanpassung und erneuerbare Energien

Mit mehreren Beschlüssen stärkt die Stadt Hallstadt zugleich ihre Aktivitäten im Bereich des Klima- und Hitzeschutzes. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung auf Antrag der SPD-Fraktion, einen kommunalen Hitzeaktionsplan zu erarbeiten und geeignete Maßnahmen zu sammeln. Die hierfür erforderlichen Mittel werden im Haushalt 2026 bereitgestellt.

Darüber hinaus wurde beschlossen, den Marktplatz künftig besser vor sommerlicher Hitze zu schützen. Die Verwaltung wird Angebote für mobile Bäume und Sonnensegel einholen, hierfür hatte sich insbesondere die Gruppe Bündnis90/Die Grünen ausgesprochen.

Ein weiteres Zukunftsprojekt ist die Errichtung bzw. Erneuerung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Hallstadter Schule, welches auf Antrag der Fraktion Bürgerblock/Freie Wähler behandelt wurde. Die Verwaltung wird entsprechende Angebote einholen; die Finanzierung erfolgt ebenfalls über den Haushalt 2026.

Mensa bleibt bezahlbar

Der Stadtrat übernimmt auch künftig das vorhandene Defizit der Schulmensa, um eine hochwertige und bezahlbare Mittagsverpflegung sicherzustellen. Gleichzeitig werden die Essenspreise zum 1. September 2026 leicht angepasst.

Zudem wurde die Wassergebühr auf 2,70 Euro pro Kubikmeter ab dem 01.01.2027 festgesetzt. Zugunsten der Bürgerinnen und Bürger ist dieser weiterhin nicht kostendeckend. Die Abwassergebühr bleibt bei 1,65 Euro pro Kubikmeter, die Niederschlagswassergebühr bei 0,20 Euro pro Quadratmeter. Die Grundsteuer A und B wird zum 1. Januar 2027 auf 220 Prozent angehoben, während der Gewerbesteuerhebesatz unverändert bei 310 Prozent bleibt.

Mit dem Haushalt verabschiedete der Stadtrat außerdem einstimmig den Finanzplan bis 2029 sowie die Haushaltssatzung. Zur Finanzierung geplanter Investitionen wird ein Darlehen aus einem bestehenden LBS-Bausparvertrag in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro aufgenommen, welches sehr niedrige Zinsen sichert.

Gesellschaft und Lebensqualität im Blick

Neben den Haushaltsbeschlüssen stellte der Stadtrat auch wichtige Weichen für das gesellschaftliche Leben in Hallstadt. Patricia Reinhardt wurde für die Wahlperiode 2026 bis 2032 zur neuen Beauftragten für die Generation 65+ bestellt und wird künftig als ehrenamtliche Ansprechpartnerin die Interessen der älteren Generation vertreten.

Außerdem erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für die Umnutzung einer bestehenden Lagerhalle im Gewerbegebiet Laubanger-Nord zu einer Indoor-Minigolfanlage mit Service- und Cafebereich. Die geplante Freizeiteinrichtung erweitert das Freizeitangebot in Hallstadt und erfüllt die Festsetzungen des Bebauungsplans.

interkommunale Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Im letzten großen Tagesordnungspunkt sprach sich der Stadtrat für die Fortführung der Arbeitsgemeinschaft B²H² mit den Kommunen Bamberg, Bischberg und Hirschaid bis Ende 2030 aus. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Steuerung großflächiger Einzelhandelsansiedlungen sowie die Stärkung der Innenstädte. Für den Hallstadter Anteil werden in den Jahren 2027 bis 2030 jeweils rund 1.400 Euro im Haushalt eingeplant.